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Der Rotweinwanderweg ist eine lange und anspruchsvolle Tageswanderung durch das nördliche Ahrtal. Die Strecke verbindet Altenahr mit Bad Bodendorf und führt überwiegend oberhalb der Weinberge entlang. Charakteristisch sind viele Höhenmeter, offene Passagen und zahlreiche Aussichtspunkte.
Hier findest du die Strecke im Überblick
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 35 km
- Dauer: 11 Stunden
- Höhenmeter: 900 m
- Schwierigkeit: Schwierig
- Start: Altenahr
- Ziel: Bad Bodendorf
Strecke & Verlauf
Der Start erfolgt in Altenahr, direkt unterhalb der Ruine der Burg Are. Von dort führt der Weg zunächst steil bergauf und verläuft anschließend oberhalb des Ahrtals entlang der Weinberge.
Der erste Abschnitt bietet bereits weite Ausblicke ins Tal und führt in Richtung Mayschoss, wo die Überreste der Saffenburg sichtbar werden. Der Weg bleibt meist auf den Höhen und wechselt zwischen schmalen Pfaden und breiteren Weinbergswegen.

Weiter geht es zur Klosterruine Marienthal. Hier besteht eine gute Möglichkeit für eine Pause. Der Abschnitt dorthin ist teilweise steil und weitgehend ungeschützt, besonders bei Sonne anstrengend.
Im weiteren Verlauf wechseln sich offene Weinbergspassagen mit kurzen Waldstücken ab. Immer wieder ergeben sich freie Blicke ins Ahrtal. Richtung Ahrweiler wird das Gelände erneut anspruchsvoller, mit kurzen, steilen Anstiegen. Dabei öffnen sich Ausblicke auf den Calvarienberg und die Umgebung.
Ein markanter Punkt ist der Bereich um den ehemaligen Regierungsbunker. In diesem Abschnitt sind auch Stollenreste und gerade verlaufende Wegstücke erkennbar, die in den Hang gearbeitet wurden.
Im Adenbachtal fallen die massiven Brückenpfeiler einer nie fertiggestellten Bahnlinie auf. Diese liegen direkt an der Strecke und heben sich deutlich aus der Landschaft hervor.
Zum Ende hin führt der Weg über die „Bunte Kuh“ und weiter in Richtung Bad Bodendorf. Die letzten Kilometer verlaufen etwas flacher, bleiben aber lang und ziehen sich entsprechend.

Tipps
- Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
- Im Sommer durch wenig Schatten sehr belastend
- Ausreichend Wasser einplanen, da längere trockene Abschnitte vorhanden sind
- Tour kann sinnvoll in Etappen aufgeteilt werden
- Früh starten, um genügend Zeit einzuplanen
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen









Meine Einschätzung zum Wanderweg
Der Rotweinwanderweg ist landschaftlich einer der schönsten Wanderwege, die ich bisher gelaufen bin. Fast ständig hat man starke Ausblicke über das Ahrtal und läuft direkt entlang der Weinberge. Gleichzeitig sollte man den Weg aber nicht unterschätzen. Durch die vielen Auf- und Abstiege summieren sich die Höhenmeter ordentlich und gerade die längeren Passagen entlang der offenen Weinhänge können ziemlich anstrengend werden, weil oft kaum Schatten vorhanden ist.
Unterwegs kommt man immer wieder an Weingütern, Straußwirtschaften oder Biergärten vorbei, was dem Weg einen ganz eigenen Charakter gibt. Wer gerne unterwegs einkehrt oder sich Zeit nimmt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Weniger gut sieht es dagegen bei der klassischen Fernwander-Infrastruktur aus. 💧 Brunnen oder sichere Wasserquellen gibt es praktisch keine und auch 🛖 Schutzhütten sind eher selten.
Als reine Tagestour kann man den Weg natürlich laufen. Meiner Meinung nach verschenkt man dabei aber einen großen Teil des eigentlichen Erlebnisses. Wer den Rotweinwanderweg wirklich genießen und die Atmosphäre der Orte und Weingüter mitnehmen möchte, sollte ihn lieber als Mehrtagestour planen.
👍 Stärken:
- Extrem schöne Landschaft
- Viele starke Ausblicke ins Ahrtal
- Zahlreiche Weingüter und Biergärten entlang der Strecke
- Abwechslungsreiche Wegführung
- Perfekt für eine entspannte Mehrtagestour
👎 Schwächen:
- Viele Auf- und Abstiege
- Wenig Schatten an den Weinbergen
- Kaum 💧 Wasserquellen oder Brunnen
- Wenige 🛖 Schutzhütten
- Bei Hitze teilweise anstrengend
Fazit
Der Rotweinwanderweg ist eine lange, fordernde Streckenwanderung mit vielen Ausblicken und geschichtlichen Punkten. Die Kombination aus Weinlandschaft, offenen Höhenwegen und historischen Orten macht die Tour abwechslungsreich. Wer die Länge nicht unterschätzt und gut vorbereitet ist, bekommt eine intensive und lohnende Wanderung.
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