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Die fünfte Etappe des Westwegs führt aus den höheren Bereichen des Nordschwarzwalds langsam in den Mittleren Schwarzwald hinein. Die Strecke wirkt ruhiger und weniger spektakulär als die Hochlagen rund um die Hornisgrinde, bietet dafür aber viele angenehme Waldpassagen und immer wieder schöne Ausblicke auf die Schwarzwaldhöhen.
Der Charakter der Etappe ist insgesamt angenehm gleichmäßig. Große Extremanstiege bleiben aus, trotzdem summieren sich die Kilometer und Höhenmeter spürbar. Besonders die längeren Waldabschnitte prägen diese Strecke.
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 26 km
- Dauer: 7 Stunden
- Höhenmeter: 700 m
- Schwierigkeit: Mittel
- Start: Alexanderschanze
- Ziel: Harkhof
Strecke & Verlauf
Von der Alexanderschanze startet die Etappe zunächst auf typischen Schwarzwaldwegen durch ruhige Waldabschnitte. Die Wege sind meist angenehm zu laufen und wechseln zwischen breiteren Forstwegen und schmaleren Naturpfaden.
Im Gegensatz zu den offenen Hochlagen der vorherigen Etappe verläuft der Westweg nun wieder deutlich häufiger im Wald. Dadurch ist die Strecke an warmen Tagen meist angenehm schattig.
Immer wieder öffnen sich kleinere Aussichtspunkte über die Schwarzwaldtäler und Höhenzüge. Die Fernblicke wirken weniger spektakulär als an der Hornisgrinde, passen aber gut zum ruhigeren Charakter dieser Etappe.

Der Weg bleibt über weite Teile angenehm wellig. Längere harte Anstiege fehlen größtenteils, dafür sorgen viele kleinere Höhenwechsel dafür, dass die Strecke trotzdem Kraft kostet. Gerade mit mehrtägigem Gepäck merkt man die Kilometer im letzten Drittel deutlich.
Richtung Harkhof wird die Landschaft etwas offener. Einzelne Höfe und Wiesen lockern die langen Waldpassagen auf und sorgen für etwas mehr Abwechslung. Der Harkhof selbst liegt ruhig und typisch Schwarzwald-artig in den Höhenlagen.
Durch die abgelegenere Lage wirkt das Etappenziel deutlich ruhiger als die größeren Orte entlang des Westwegs.

Tipps
- Viele ruhige Waldwege
- Angenehm schattige Etappe
- Viele Wasserquellen
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Meindl Bernina 2 Wanderstiefel
- Rucksack: Deuter Aircontact 70+10
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Weithalsflasche 1,5L, Tatonka Alubecher
- Kochen: BRS Kocher und Gaskartuschen
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen






Meine Einschätzung zur Etappe
Nach den oft offenen und teilweise zähen Abschnitten der vorherigen Etappe fühlt sich dieser Teil des Westwegs endlich wieder richtig nach Schwarzwald an. Der Weg taucht regelrecht in einen grünen Tunnel ein und wird deutlich angenehmer zu laufen. Vor allem an warmen Tagen macht das einen enormen Unterschied. Insgesamt wirkt die Etappe deutlich ruhiger, abwechslungsreicher und entspannter.
Die Wasserversorgung ist auf dieser Strecke endlich wieder richtig gut. Der 💧 Wolfsbrunnen liegt zwar etwas abseits des eigentlichen Weges, der kleine Umweg lohnt sich aber definitiv, weil es die erste wirklich sichere Wasserquelle der Etappe ist. Deutlich später folgen mit dem 💧 Juliusbrunnen, dem Brunnen am Freiersberger Tor weitere gute Möglichkeiten zum Auffüllen. Gerade auf dieser längeren Westweg-Etappe ist das ein riesiger Pluspunkt.
Besonders stark fand ich auf dieser Etappe die vielen 🛖 Schutzhütten. Die Niklashütte liegt zwar ebenfalls etwas off-trail, gehört für mich aber zu den besten Hütten entlang des Westwegs und ist den kleinen Umweg absolut wert. Auch die 🛖 Haaghütte mit 💧 Brunnen bleibt positiv hängen, vor allem nach dem etwas ziehenden Anstieg davor. Kurz vorm Harkhof kommt man noch am 💧 Jägerbrünnele vorbei. Dazu kommen Highlights wie der Glaswaldseeblick, der für mich klar zu den schönsten Aussichtspunkten dieses Westweg-Abschnitts gehört. Insgesamt eine der angenehmsten und rundesten Etappen im nördlichen Schwarzwald.
👍 Stärken:
- Endlich wieder lange schattige Waldabschnitte
- Viele 💧 sichere Wasserquellen
- Zahlreiche sehr gute 🛖 Schutzhütten
- Niklashütte und Haaghüte als echte Highlights
- Glaswaldseeblick mit toller Aussicht
- Insgesamt sehr angenehme Etappe
👎 Schwächen:
- Erste Wasserstellen nur mit kleinem Umweg erreichbar
- Teilweise etwas ziehende An- & Abstiege
- Weniger offene Fernblicke als auf vorherigen Etappen
Fazit
Die fünfte Etappe ist eine eher ruhige und klassische Schwarzwald-Etappe ohne große spektakuläre Höhepunkte. Gerade dadurch wirkt sie aber angenehm entspannt und konstant wanderbar. Wer lange Waldwege, ruhige Landschaft und typische Schwarzwaldstimmung mag, bekommt hier eine solide und angenehme Westweg-Etappe.
Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte
← Etappe 4: Unterstmatt nach Alexanderschanze
→ Etappe 6: Harkhof nach Hausach
