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Die sechste Etappe des Westwegs verbindet die ruhigen Höhenlagen des Mittleren Schwarzwalds mit dem langen Abstieg ins Kinzigtal nach Hausach. Landschaftlich bietet die Strecke eine gelungene Mischung aus bewaldeten Höhenwegen, einzelnen Aussichtspunkten und typischer Schwarzwaldlandschaft.
Vor allem der Wechsel zwischen offenen Bereichen und langen Waldpassagen prägt die Etappe. Körperlich sollte man den langen Abstieg Richtung Hausach nicht unterschätzen. Besonders gegen Ende geht die Belastung deutlich auf Knie und Beine.
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 14 km
- Dauer: 6 Stunden
- Höhenmeter: 450 m
- Schwierigkeit: Mittel
- Start: Harkhof
- Ziel: Hausach
Strecke & Verlauf
Vom Harkhof führt der Westweg zunächst weiter durch ruhige Höhenlagen des Mittleren Schwarzwalds. Die Strecke verläuft überwiegend auf gut laufbaren Waldwegen und angenehmen Naturpfaden.
Immer wieder öffnen sich kleinere Ausblicke über die umliegenden Täler und bewaldeten Höhenzüge. Besonders in den offeneren Bereichen entsteht stellenweise ein deutlich abwechslungsreicheres Landschaftsbild als auf den langen Waldetappen zuvor.
Der Weg bleibt technisch meist unkompliziert. Größere schwierige Passagen gibt es kaum, allerdings summieren sich die ständigen kleineren An- und Abstiege mit der Zeit spürbar.

Rund um den Farrenkopf wird die Strecke etwas aussichtsreicher. Die Höhenlage sorgt immer wieder für schöne Blicke Richtung Kinzigtal. Gerade bei gutem Wetter gehören diese Passagen zu den stärkeren Abschnitten der Etappe.
Im späteren Verlauf beginnt der lange Abstieg nach Hausach. Dieser zieht sich deutlich und wird auf müden Beinen zunehmend anstrengend. Teilweise verläuft der Weg recht steil über Waldwege und Schotterabschnitte, die bei Nässe unangenehm rutschig werden können.
Mit den ersten Häusern von Hausach endet die ruhigere Höhenwanderung abrupt. Nach den langen Waldpassagen wirkt das Kinzigtal deutlich lebendiger und dichter besiedelt.

Tipps
- Viel Wald unterwegs
- Bei Nässe rutschig
- Kniebelastung spürbar
- Langer Abstieg nach Hausach
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Meindl Bernina 2 Wanderstiefel
- Rucksack: Deuter Aircontact 70+10
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Weithalsflasche 1,5L, Tatonka Alubecher
- Kochen: BRS Kocher und Gaskartuschen
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen






Meine Einschätzung zur Etappe
Die Etappe von Harkhof nach Hausach startet zunächst eher unspektakulär. Bis zur Kreuzsattelhütte läuft man fast ausschließlich durch Wald ohne größere Ausblicke oder besondere Highlights. Dafür gibt es dort immerhin den ersten 💧 Brunnen der Etappe. Wer noch etwas zusätzliche Strecke mitnehmen möchte, kann unterwegs einen Abstecher zum Brandenkopf machen.
Weniger schön fand ich die vielen Wegverlegungen zwischen Brandenkopf und Hohenlochenhütte. Durch die Windkraftanlagen wirkt der Westweg in diesem Bereich stellenweise etwas zerrissen und verliert an Atmosphäre. Dafür wartet mit der 🛖 Hohenlochenhütte meiner Meinung nach die beste Schutzhütte des gesamten Westwegs. Trinkwasserbrunnen 💧, Komposttoilette, Schlafpod, Aussicht und an Wochenenden sogar Bewirtung – viel besser wird es auf deutschen Fernwanderwegen kaum. Trotz Bewirtung bleibt die Hütte weiterhin gut nutzbar für Wanderer. Wer dort länger pausieren oder übernachten möchte, sollte allerdings früh da sein, weil der Spot unter Westweg-Kennern ziemlich beliebt ist.
Richtung Spitzfelsen wird es dann noch einmal anstrengend. Der Aufstieg ist sonnig, schweißtreibend und bietet kaum Schatten. Dafür entschädigt die Aussicht vom Spitzfelsen komplett. Der Blick ins Kinzigtal gehört für mich klar zu den stärkeren Aussichtspunkten auf dem Westweg. Der anschließende Abstieg nach Hausach ist allerdings brutal und zieht ordentlich in die Beine. Umso angenehmer, dass man in Hausach direkt Einkaufsmöglichkeiten und einen guten ÖPNV-Anschluss hat.
👍 Stärken:
- 🛖 Hohenlochenhütte als absolutes Westweg-Highlight
- Gute 💧 Wasserversorgung an wichtigen Punkten
- Möglichkeit zum Abstecher auf den Brandenkopf
- Starke Aussicht am Spitzfelsen
- Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV in Hausach
👎 Schwächen:
- Langer Waldabschnitt ohne Ausblicke zu Beginn
- Viele Wegverlegungen durch Windkraftanlagen
- Sonniger und anstrengender Aufstieg zum Spitzfelsen
- Brutaler Abstieg nach Hausach
Fazit
Die sechste Etappe verbindet ruhige Schwarzwaldhöhen mit dem markanten Abstieg ins Kinzigtal. Große spektakuläre Highlights fehlen zwar, dafür überzeugt die Strecke mit konstant angenehmem Wandercharakter und mehreren schönen Aussichtspassagen. Der lange Schlussabstieg verlangt allerdings nochmals Konzentration und Ausdauer.
Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte
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