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Diese Etappe des RheinBurgenWegs führt von Koblenz weiter Richtung Rhens und verbindet urbane Abschnitte mit späteren Waldpassagen im Mittelrheintal. Der Start ist geprägt von Stadt, Infrastruktur und wenig Ruhe, bevor es wieder deutlich naturnaher wird. Highlights sind rar, dafür wechseln sich monotone Wege mit einzelnen Aussichtspunkten ab. Eine durchwachsene Etappe mit Licht und Schatten.
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 21 km
- Dauer: 7 Stunden
- Höhenmeter: 546 m
- Schwierigkeit: Schwer
- Start: Koblenz
- Ziel: Rhens
Strecke & Verlauf
Der Einstieg erfolgt über die Moselbrücke. Direkt danach zeigt sich der urbane Charakter der Strecke: funktionale Wegführung, wenig Umwege, aber auch wenig Atmosphäre. Im Bereich der Kleingartenanlagen sollte man bewusst vom ausgeschilderten Weg abweichen und stattdessen den parallel verlaufenden Burgweg nutzen. Der offizielle Pfad wird hier extrem schmal und ist kaum komfortabel begehbar.
Anschließend führt die Route stetig bergauf, vorbei an Wohnanlagen und hinein in den Koblenzer Stadtwald. Trotz Waldlage bleibt es belebt, mit vielen Parkplätzen und entsprechendem Besucheraufkommen. Aussichtspunkte sind selten und teilweise zugewachsen, sodass der Mehrwert gering ist. Zusätzliche Schwierigkeiten entstehen durch temporäre Wegsperrungen, die improvisierte Umwege erforderlich machen können.

Ein kritischer Punkt ist die Querung der stark befahrenen Hunsrückhöhenstraße. Ohne Ampel oder Querungshilfe erfordert dieser Abschnitt volle Aufmerksamkeit und gutes Timing.
Nahe dem Forsthaus Kühkopf wird wieder der offizielle Weg erreicht. Der Pfad verläuft zunächst parallel zu einer Straße durch den Wald, bevor am Rittersturz ein historisch bedeutender Punkt erreicht wird. Die Aussicht bleibt jedoch enttäuschend, da sie vollständig zugewachsen ist.
Erst danach zeigt sich wieder der eigentliche Charakter des RheinBurgenWegs. Der Weg führt tiefer in den Wald des Mittelrheintals, wird ruhiger und deutlich angenehmer. Nach rund zwei Kilometern wird die Dommelberghütte erreicht, die einen gelungenen Aussichtspunkt mit Blick auf Lahnstein und Koblenz bietet.
Im weiteren Verlauf führt die Strecke über die Weidgenhöhe und vorbei an mehreren Schutzhütten. Der Weg bleibt überwiegend ein breiter Forstweg und zieht sich stellenweise ohne größere Highlights. Die Passage bis nach Rhens verläuft ruhig, aber auch eher monoton.
Kurz vor dem Ziel erfordert die Strecke nochmals Aufmerksamkeit, da der Untergrund stellenweise uneben ist. Schließlich wird Rhens erreicht, wo die Etappe endet.
Tipps
- Beste Jahreszeit: Ganzjährig
- Stadtwald stark frequentiert
- Rittersturz ohne Aussicht
- Lange Forstwege einplanen
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Altra Lone Peak 9
- Rucksack: Hyperlite Mountain Gear 2400 Junction
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Faltflasche sowie PET-Einwegflaschen
- Kochen: BRS Kocher, Gaskartuschen und Vargo Bot
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Anker Solix PS30 und Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen









Fazit
Diese Etappe ist insgesamt durchwachsen und schwankt stark im Erlebniswert. Der urbane Beginn und monotone Waldabschnitte bremsen den Gesamteindruck spürbar. Positiv stechen die ruhigeren Passagen im Mittelrheintal und einzelne Aussichtspunkte hervor. Die Strecke erfordert Aufmerksamkeit, vor allem an Straßenquerungen und bei der Orientierung. Geeignet ist sie vor allem für Wanderer, die die Route komplett gehen wollen und auch weniger spektakuläre Abschnitte in Kauf nehmen.
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