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Die 13. Etappe (Süd-Nord-Variante Etappe 1) des Rheinburgenwegs führt von Bingen nach Trechtingshausen und bietet eine abwechslungsreiche Strecke mit schönen Ausblicken auf das Rheintal. In diesem Bericht zeige ich dir meine Erfahrungen, die wichtigsten Infos zur Strecke und worauf du achten solltest.
Hinweis: Diese Etappe wurde in Süd–Nord-Richtung gelaufen. Die Beschreibung folgt daher dieser Laufrichtung.
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Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 12 km
- Dauer: 4 Stunden
- Höhenmeter: 455 m
- Schwierigkeit: mittel
- Start: Bingen
- Ziel: Trechtingshausen
Strecke & Verlauf
Die 13. Etappe des Rheinburgenwegs führt von Bingen nach Trechtingshausen und bietet einen abwechslungsreichen Einstieg in diese bekannte Fernwanderroute.
Der Start am Bahnhof Bingen gestaltet sich zunächst etwas unübersichtlich. Zwar weist ein gelber Aufkleber auf der Brücke auf den Zuweg hin, jedoch fehlen weitere Beschilderungen. Auch im Park am Mäuseturm ist der Weg nicht eindeutig markiert. Hält man sich jedoch konsequent in nördlicher Richtung, lässt sich der Einstieg gut finden. Nach dem Überqueren der Bahnstrecke führt der Weg kurz entlang der Bundesstraße, bevor man schließlich den offiziellen Einstiegspunkt am Schlangenpfad erreicht.

Direkt zu Beginn wartet der erste Anstieg: Über einen steilen Abschnitt geht es hinauf zur Schutzhütte Prinzenkopf. Hier wird man mit einem beeindruckenden Ausblick auf Bingen und den Rhein belohnt – ein perfekter Start in die Etappe.
Im Anschluss führt die Strecke ins Kreuzbachtal. Die Nähe zu den umliegenden Städten ist hier deutlich spürbar, und die Gegend wird häufig von Spaziergängern und Familien genutzt. Besonders im Bereich der Steckenschlääferklamm herrscht entsprechend mehr Betrieb als auf anderen Abschnitten der Tour.
Die Steckenschlääferklamm selbst ist ein Highlight der Etappe. Über zahlreiche Holzbrücken folgt man dem Haselbach durch die Klamm. Entlang des Weges befinden sich verschiedene Schnitzereien, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen und der Strecke eine besondere Atmosphäre verleihen.
Nach der Klamm wird es spürbar ruhiger. Der Weg führt weiter ins Morgenbachtal, das deutlich abgeschiedener wirkt. Hier bietet sich an der Morgenbachtalhütte eine gute Möglichkeit für eine Pause.
Im weiteren Verlauf erreicht man die ersten Burgen entlang der Strecke. Über den Eselspfad gelangt man zur Burg Rheinstein, die nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch einen schönen Blick auf das Rheintal bietet. Der Weg bleibt schmal und führt anschließend zu einem weiteren Aussichtspunkt oberhalb der Burg Reichenstein.
Ein kurzer, mit Drahtseilen gesicherter Abstieg folgt, bevor man wieder ins Morgenbachtal gelangt. Hier endet die erste Etappe des Rheinburgenwegs.
Von hier aus kann man entweder direkt zur nächsten Etappe übergehen oder noch ein Stück weiter ins Tal hinein zur Schutzhütte Morgenbachtal laufen, um den Wandertag entspannt ausklingen zu lassen.

Tipps
- Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
- Ausreichend Wasser mitnehmen
- Feste Schuhe empfohlen
- Wetter vorher prüfen
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Meindl Bernina 2 Wanderstiefel
- Rucksack: Deuter Aircontact 70+10
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Faltflasche
- Kochen: BRS Kocher und Gaskartuschen
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen









Meine Einschätzung zur Etappe
Die letzte Etappe des Rheinburgenwegs fühlt sich noch einmal nach einem würdigen Abschluss an. Der felsige Abschnitt oberhalb des Rheins bringt zum Ende noch einmal genau das zurück, was den Weg über viele Kilometer ausgemacht hat. Trotz der felsigen Passagen läuft sich der Abschnitt angenehm und macht insgesamt deutlich mehr Spaß als manche der vorherigen Etappen.
Das klare Highlight ist für mich das Morgenbachtal mit der anschließenden Steckeschlääferklamm. Der Abschnitt hebt sich deutlich vom restlichen Verlauf ab und gehört für mich zu den besten Teilen des gesamten Rheinburgenwegs. Danach kippt die Stimmung allerdings ziemlich abrupt. Rund um die Waldkugelbahn, den Waldlehrpfad und die weiteren Attraktionen wird es plötzlich extrem touristisch. Gerade bei gutem Wetter sind dort Massen an Tagesgästen unterwegs und das eigentliche Fernwandergefühl geht ziemlich verloren.
Etwas enttäuschend fand ich außerdem das offizielle Ziel des Rheinburgenwegs. Der einfache Rastplatz direkt an der Bundesstraße wirkt dem Weg insgesamt nicht wirklich angemessen und fühlt sich eher nach „Ziel verfehlt“ an. Ich würde definitiv empfehlen, noch ein Stück weiter bis zum Park am Mäuseturm zu laufen. Das ist meiner Meinung nach der deutlich bessere und passendere Abschluss für den Rheinburgenweg.
👍 Stärken:
- Schönes und passendes Finale des Rheinburgenwegs
- Felsige, aber angenehm zu wandernde Abschnitte
- Morgenbachtal und Steckeschlääferklamm als absolutes Highlight
- Viele abwechslungsreiche Wegpassagen
👎 Schwächen:
- Sehr touristisch im letzten Abschnitt
- Viele Tagesgäste bei gutem Wetter
- Offizielles Etappenziel enttäuschend
- 🏘️ Teilweise wenig Fernwandergefühl im Zielbereich
Fazit
Die erste Etappe des Rheinburgenwegs ist eine abwechslungsreiche Wanderung mit schönen Ausblicken und gut begehbaren Wegen. Durch die steilen Abschnitte zu Beginn ist eine mittlere Kondition erforderlich. Insgesamt ist die Strecke gut machbar und bietet eine gelungene Mischung aus Natur, Aussicht und Kultur. Auch Familien mit Kindern kommen hier auf ihre Kosten.
Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte
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