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Die 11. Etappe (Süd-Nord-Variante Etappe 3) des Rheinburgenweg führt von Oberwesel nach Bacharach und zählt zu den entspannten Abschnitten der Strecke. Steigungen erfordern jedoch eine gewisse Grundkondition. Unterwegs sorgen zahlreiche Aussichtspunkte für immer neue Blicke auf den Rhein und die umliegenden Weinberge.
Hinweis: Diese Etappe wurde in Süd–Nord-Richtung gelaufen. Die Beschreibung folgt daher dieser Laufrichtung.
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Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 15 km
- Dauer: 4,5 Stunden
- Höhenmeter: 190 m
- Schwierigkeit: Mittel bis schwer
- Start: Bacharach
- Ziel: Oberwesel
Strecke & Verlauf
Der Rheinburgenweg in der Süd-Nord-Variante startet in Bacharach mit einem direkt spürbaren Anstieg in Richtung des markanten Postenturms. Dieser ist bereits früh sichtbar und dient als erstes Ziel, doch die eigentliche Herausforderung folgt unmittelbar danach: Ein langer, kräftezehrender Treppenaufstieg mit unterschiedlich hohen Stufen verlangt eine gute Kondition. Der Abschnitt zieht sich spürbar und fordert sowohl körperlich als auch mental.
Oben angekommen wartet mit dem Heinrich-Heine-Blick direkt die Belohnung. Die Aussicht über Bacharach und das Rheintal gehört zu den eindrucksvollsten Momenten dieser Etappe und entschädigt für den anstrengenden Aufstieg.
Im weiteren Verlauf führt der Weg nordwärts durch offene Landschaften und Felder. Je nach Jahreszeit kann der Bewuchs hier hoch sein, weshalb ein parallel verlaufender Feldweg eine sinnvolle Alternative darstellt. Anschließend zieht sich der Pfad entlang der Abbruchkante eines Plateaus. Dieser Abschnitt ist landschaftlich reizvoll, wirkt jedoch zwischen den Aussichtspunkten stellenweise etwas monoton.
Mit dem Blücherblick folgt das nächste Highlight: Der Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein ist spektakulär und zählt zu den schönsten Perspektiven der Tour. Kurz darauf bietet sich am Aussichtspunkt Pfalzgrafenstein eine weitere Gelegenheit, die markante Burg aus der Distanz zu betrachten. Teilweise führt der Weg hier durch hohes Gras, kann jedoch durch kleine Umwege angenehmer gestaltet werden.
Weiter entlang der Hangkante erreicht der Weg die Grillhütte Sauzahn. Diese bietet nicht nur Schutz bei schlechtem Wetter, sondern auch einen letzten schönen Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein.

Ein wichtiger Hinweis für diesen Abschnitt: Die Wasserversorgung ist äußerst eingeschränkt. Entlang der Strecke gibt es keine verlässlichen Quellen oder Einkehrmöglichkeiten. Ausreichend Wasser sollte daher unbedingt mitgeführt werden. Erst am Elligbach besteht wieder die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen.
Der Rastplatz Pfalzblick lädt zwar zu einer Pause ein, ist durch die Nähe zu einem Wanderparkplatz jedoch häufig gut besucht. Im Anschluss folgt ein unangenehmer Abschnitt: Der Weg führt zunächst entlang einer Landstraße ohne separaten Fußweg bergab, bevor auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein Anstieg beginnt. Trotz der sichtbaren Nähe zum Zielpunkt ist hier ein längerer Umweg erforderlich, was die Motivation zusätzlich fordert.
Am Aussichtspunkt Rheinblick Oberwesel führt der offizielle Weg erneut an einer Straße entlang talwärts. Eine empfehlenswerte Alternative besteht darin, der Straße kurz bergauf zu folgen und nach etwa 200 Metern zur Zufahrt der Jugendherberge abzuzweigen. Diese Variante führt direkt zur Schönburg, spart Höhenmeter und bietet gleichzeitig reizvolle Ausblicke.
Der abschließende Abschnitt verläuft über die Elfenley – ein besonders schöner und abwechslungsreicher Teil der Etappe. Der Pfad schlängelt sich durch eine eindrucksvolle Landschaft mit weiteren Ausblicken, bevor schließlich der Abstieg in die historische Altstadt von Oberwesel erfolgt.

Tipps
- Beste Jahreszeit: Ganzjährig
- Kaum Wasser und Schatten
- Feste Schuhe empfohlen
- Gute Kondition erforderlich
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Meindl Bernina 2 Wanderstiefel
- Rucksack: Deuter Aircontact 70+10
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Faltflasche
- Kochen: BRS Kocher und Gaskartuschen
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen






Meine Einschätzung zur Etappe
Die Etappe startet direkt knackig mit dem Anstieg hinauf zur Schönburg. Gerade morgens kommt man dadurch schnell ins Schwitzen. Praktisch ist allerdings, dass Oberwesel die letzte richtige Einkaufsmöglichkeit auf dem restlichen Rheinburgenweg bietet. Wer noch Verpflegung oder Getränke braucht, sollte hier definitiv noch einmal einkaufen, denn unterwegs gibt es keinerlei 💧 Wasserquellen.
Die beiden ersten 🛖 Schutzhütten liegen leider direkt an Landstraßen und eignen sich dadurch eher weniger für ruhige Pausen. Deutlich besser fand ich später die Blücherblickhütte, die nicht nur angenehmer liegt, sondern auch eine richtig gute Aussicht bietet. Insgesamt lebt die Etappe vor allem von den Blicken ins Rheintal und dem langen Abstieg Richtung Bacharach.
Der Abstieg selbst ist zwar stellenweise steil, läuft sich aber überraschend angenehm und gehört für mich zu den schöneren Abstiegen auf dem Rheinburgenweg. Besonders die Ausblicke während des gesamten Abstiegs bleiben hängen. In Bacharach sollte man sich außerdem unbedingt Zeit für einen kleinen Stadtrundgang nehmen. Wer einfach nur durchläuft, verpasst meiner Meinung nach einen der interessantesten Orte am gesamten Weg.
👍 Stärken:
- Letzte große Einkaufsmöglichkeit in Oberwesel
- Schöne Aussicht an der Blücherblickhütte
- Angenehmer und aussichtsreicher Abstieg nach Bacharach
- Bacharach selbst absolut sehenswert
- Viele Panorama-Ausblicke ins Rheintal
👎 Schwächen:
- Direkt zu Beginn anstrengender Aufstieg
- Erste 🛖 Schutzhütten ungünstig an Straßen gelegen
- Keine 💧 Wasserquellen auf der gesamten Etappe
Fazit
Diese Etappe des Rheinburgenweg gehört zu den anspruchsvolleren Abschnitten und fordert vor allem zu Beginn mit einem langen, intensiven Anstieg einiges an Kondition. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer Reihe beeindruckender Ausblicke und markanter Highlights belohnt – allen voran die Perspektiven auf Bacharach und die Burg Pfalzgrafenstein.
Die Strecke lebt von ihren Kontrasten: Kräftige Anstiege, weite Passagen entlang der Hangkante und immer wieder spektakuläre Aussichtspunkte. Gleichzeitig gibt es auch längere Abschnitte, die sich ziehen können – sowohl landschaftlich als auch mental. Gerade die Passagen entlang von Straßen und der notwendige Umweg kurz vor Oberwesel trüben das Gesamtbild etwas.
Unterm Strich bleibt jedoch eine abwechslungsreiche und lohnenswerte Etappe, die mit starken Ausblicken, historischen Bezügen und einem stimmungsvollen Finale in Oberwesel überzeugt – vorausgesetzt, man bringt ausreichend Ausdauer und eine gute Tourenplanung mit.
Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte
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