Posted On 26. April 2026

Rheinburgenweg Etappe 11 – Wanderung von Oberwesel nach Bacharach

Christian Hoeboer 0 comments
Do-A-Hike >> Wanderberichte >> Rheinburgenweg Etappe 11 – Wanderung von Oberwesel nach Bacharach

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Die 11. Etappe (Süd-Nord-Variante Etappe 3) des Rheinburgenweg führt von Oberwesel nach Bacharach und zählt zu den entspannten Abschnitten der Strecke. Steigungen erfordern jedoch eine gewisse Grundkondition. Unterwegs sorgen zahlreiche Aussichtspunkte für immer neue Blicke auf den Rhein und die umliegenden Weinberge.

Hinweis: Diese Etappe wurde in Süd–Nord-Richtung gelaufen. Die Beschreibung folgt daher dieser Laufrichtung.

← Zur Übersicht Rheinburgenweg

Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick

Fakten zur Wanderung

  • Strecke: 15 km
  • Dauer: 4,5 Stunden
  • Höhenmeter: 190 m
  • Schwierigkeit: Mittel bis schwer
  • Start: Bacharach
  • Ziel: Oberwesel

Strecke & Verlauf

Der Rheinburgenweg in der Süd-Nord-Variante startet in Bacharach mit einem direkt spürbaren Anstieg in Richtung des markanten Postenturms. Dieser ist bereits früh sichtbar und dient als erstes Ziel, doch die eigentliche Herausforderung folgt unmittelbar danach: Ein langer, kräftezehrender Treppenaufstieg mit unterschiedlich hohen Stufen verlangt eine gute Kondition. Der Abschnitt zieht sich spürbar und fordert sowohl körperlich als auch mental.

Oben angekommen wartet mit dem Heinrich-Heine-Blick direkt die Belohnung. Die Aussicht über Bacharach und das Rheintal gehört zu den eindrucksvollsten Momenten dieser Etappe und entschädigt für den anstrengenden Aufstieg.

Im weiteren Verlauf führt der Weg nordwärts durch offene Landschaften und Felder. Je nach Jahreszeit kann der Bewuchs hier hoch sein, weshalb ein parallel verlaufender Feldweg eine sinnvolle Alternative darstellt. Anschließend zieht sich der Pfad entlang der Abbruchkante eines Plateaus. Dieser Abschnitt ist landschaftlich reizvoll, wirkt jedoch zwischen den Aussichtspunkten stellenweise etwas monoton.

Mit dem Blücherblick folgt das nächste Highlight: Der Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein ist spektakulär und zählt zu den schönsten Perspektiven der Tour. Kurz darauf bietet sich am Aussichtspunkt Pfalzgrafenstein eine weitere Gelegenheit, die markante Burg aus der Distanz zu betrachten. Teilweise führt der Weg hier durch hohes Gras, kann jedoch durch kleine Umwege angenehmer gestaltet werden.

Weiter entlang der Hangkante erreicht der Weg die Grillhütte Sauzahn. Diese bietet nicht nur Schutz bei schlechtem Wetter, sondern auch einen letzten schönen Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein.

Bacharach und der Rhein
Blick auf Bacharach und den Mittelrhein. Gut zu erkennen die Wernerkapelle und die Kirche St. Peter links daneben. Rechts auf dem Berg ist die Burg Stahleck zu sehen.

Ein wichtiger Hinweis für diesen Abschnitt: Die Wasserversorgung ist äußerst eingeschränkt. Entlang der Strecke gibt es keine verlässlichen Quellen oder Einkehrmöglichkeiten. Ausreichend Wasser sollte daher unbedingt mitgeführt werden. Erst am Elligbach besteht wieder die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen.

Der Rastplatz Pfalzblick lädt zwar zu einer Pause ein, ist durch die Nähe zu einem Wanderparkplatz jedoch häufig gut besucht. Im Anschluss folgt ein unangenehmer Abschnitt: Der Weg führt zunächst entlang einer Landstraße ohne separaten Fußweg bergab, bevor auf der gegenüberliegenden Seite wieder ein Anstieg beginnt. Trotz der sichtbaren Nähe zum Zielpunkt ist hier ein längerer Umweg erforderlich, was die Motivation zusätzlich fordert.

Am Aussichtspunkt Rheinblick Oberwesel führt der offizielle Weg erneut an einer Straße entlang talwärts. Eine empfehlenswerte Alternative besteht darin, der Straße kurz bergauf zu folgen und nach etwa 200 Metern zur Zufahrt der Jugendherberge abzuzweigen. Diese Variante führt direkt zur Schönburg, spart Höhenmeter und bietet gleichzeitig reizvolle Ausblicke.

Der abschließende Abschnitt verläuft über die Elfenley – ein besonders schöner und abwechslungsreicher Teil der Etappe. Der Pfad schlängelt sich durch eine eindrucksvolle Landschaft mit weiteren Ausblicken, bevor schließlich der Abstieg in die historische Altstadt von Oberwesel erfolgt.

Regenbogen über dem Rhein

Tipps

  • Beste Jahreszeit: Ganzjährig
  • Kaum Wasser und Schatten
  • Feste Schuhe empfohlen
  • Gute Kondition erforderlich

Ausrüstung

Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:

Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier

Impressionen

Meine Einschätzung zur Etappe

Die Etappe startet direkt knackig mit dem Anstieg hinauf zur Schönburg. Gerade morgens kommt man dadurch schnell ins Schwitzen. Praktisch ist allerdings, dass Oberwesel die letzte richtige Einkaufsmöglichkeit auf dem restlichen Rheinburgenweg bietet. Wer noch Verpflegung oder Getränke braucht, sollte hier definitiv noch einmal einkaufen, denn unterwegs gibt es keinerlei 💧 Wasserquellen.

Die beiden ersten 🛖 Schutzhütten liegen leider direkt an Landstraßen und eignen sich dadurch eher weniger für ruhige Pausen. Deutlich besser fand ich später die Blücherblickhütte, die nicht nur angenehmer liegt, sondern auch eine richtig gute Aussicht bietet. Insgesamt lebt die Etappe vor allem von den Blicken ins Rheintal und dem langen Abstieg Richtung Bacharach.

Der Abstieg selbst ist zwar stellenweise steil, läuft sich aber überraschend angenehm und gehört für mich zu den schöneren Abstiegen auf dem Rheinburgenweg. Besonders die Ausblicke während des gesamten Abstiegs bleiben hängen. In Bacharach sollte man sich außerdem unbedingt Zeit für einen kleinen Stadtrundgang nehmen. Wer einfach nur durchläuft, verpasst meiner Meinung nach einen der interessantesten Orte am gesamten Weg.

👍 Stärken:

  • Letzte große Einkaufsmöglichkeit in Oberwesel
  • Schöne Aussicht an der Blücherblickhütte
  • Angenehmer und aussichtsreicher Abstieg nach Bacharach
  • Bacharach selbst absolut sehenswert
  • Viele Panorama-Ausblicke ins Rheintal

👎 Schwächen:

  • Direkt zu Beginn anstrengender Aufstieg
  • Erste 🛖 Schutzhütten ungünstig an Straßen gelegen
  • Keine 💧 Wasserquellen auf der gesamten Etappe

Fazit

Diese Etappe des Rheinburgenweg gehört zu den anspruchsvolleren Abschnitten und fordert vor allem zu Beginn mit einem langen, intensiven Anstieg einiges an Kondition. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer Reihe beeindruckender Ausblicke und markanter Highlights belohnt – allen voran die Perspektiven auf Bacharach und die Burg Pfalzgrafenstein.

Die Strecke lebt von ihren Kontrasten: Kräftige Anstiege, weite Passagen entlang der Hangkante und immer wieder spektakuläre Aussichtspunkte. Gleichzeitig gibt es auch längere Abschnitte, die sich ziehen können – sowohl landschaftlich als auch mental. Gerade die Passagen entlang von Straßen und der notwendige Umweg kurz vor Oberwesel trüben das Gesamtbild etwas.

Unterm Strich bleibt jedoch eine abwechslungsreiche und lohnenswerte Etappe, die mit starken Ausblicken, historischen Bezügen und einem stimmungsvollen Finale in Oberwesel überzeugt – vorausgesetzt, man bringt ausreichend Ausdauer und eine gute Tourenplanung mit.

Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte

← Zur Übersicht Rheinburgenweg

← Etappe 10: Oberwesel nach Sankt Goar
→ Etappe 12: Bacharach nach Trechtingshausen

Schreibe einen Kommentar

Related Post

Westweg Etappe 04: Von Unterstmatt nach Alexanderschanze

Die vierte Etappe des Westwegs zählt zu den landschaftlich abwechslungsreicheren Abschnitten im Nordschwarzwald. Die Strecke…

Westweg Etappe 01: Von Pforzheim nach Dobel

Die erste Etappe des Westwegs ist ein abwechslungsreicher Einstieg in den bekanntesten Fernwanderweg des Schwarzwaldes.…

Rheinburgenweg Etappe 05 – Wanderung von Bassenheim nach Winningen

Diese Etappe des Rheinburgenweg führt von Bassenheim bis nach Winningen und markiert den Übergang von…