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Die 12. Etappe (Süd-Nord-Variante Etappe 3) des Rheinburgenwegs bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Wald, Weinbergen und offenen Landschaften mit immer wieder schönen Ausblicken auf das Rheintal. Durch die Umleitungen und Abschnitte entlang von Straße und Radweg ist die Strecke nicht durchgehend perfekt, bleibt insgesamt aber gut machbar. Besonders der Abschnitt rund um Medenscheid mit dem Weinautomaten sowie der abschließende Abstieg nach Bacharach machen diese Etappe zu einem gelungenen Teil des Rheinburgenwegs.
Hinweis: Diese Etappe wurde in Süd–Nord-Richtung gelaufen. Die Beschreibung folgt daher dieser Laufrichtung.
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Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick
Fakten zur Wanderung
- Strecke: 21 km
- Dauer: 7 Stunden
- Höhenmeter: 660 m
- Schwierigkeit: Schwer
- Start: Trechtingshausen
- Ziel: Bacharach
Strecke & Verlauf
Die 12. Etappe des Rheinburgenwegs führt von Trechtingshausen nach Bacharach und verlangt einige Höhenmeter, belohnt aber immer wieder mit schönen Ausblicken und abwechslungsreichen Abschnitten.
Der offizielle Start erfolgt im Morgenbachtal. Von dort führt der Weg vorbei am Haus Waldfrieden, über die Kölschen Wiesen und zum Aussichtspunkt Siebenburgenblick mit Blick auf Burg Sooneck, bevor er weiter in Richtung Niederheimbach verläuft.
Im Mai 2021 war dieser Abschnitt jedoch aufgrund eines Hangrutsches nicht begehbar. Eine ausgeschilderte Umleitung führte über die Bundesstraße 9 und durch Burg Rheinstein hinauf zur Schutzhütte Kölsche Wiesen. Aufgrund eines gesperrten Zugangs zur Burg Rheinstein war diese Umleitung jedoch nicht vollständig nutzbar.

Wir entschieden uns daher, direkt am Rheinufer entlang zu wandern. Der Fernradweg ist zum Wandern zwar weniger ideal, da er recht monoton ist und stark von Radfahrern genutzt wird, stellte für uns aber eine praktikable Alternative dar. Auf Höhe eines Steinbruchs konnten wir die Bahnstrecke unterqueren und nach einem kurzen Abschnitt entlang der Bundesstraße wieder in den Wald wechseln.
Unterhalb von Burg Sooneck, die wir auf dieser Route leider nicht sehen konnten, führt der Weg wieder weg vom Rhein hinauf in Richtung Niederheimbach. Über ruhige Wege erreicht man schließlich die Heimburg, wo der Märchenweg für eine angenehme Abwechslung sorgt und den vorherigen Abschnitt entlang der Straße schnell vergessen lässt.
Im weiteren Verlauf führt ein kurzer Abstecher durch das Heimbachtal. Entlang der Weinhänge verläuft der Weg meist in Nähe von Wohnhäusern. An einem neu errichteten Brunnen besteht erstmals die Möglichkeit, Wasser aufzufüllen – auch wenn es sich offiziell nicht um Trinkwasser handelt.
Ein größerer Abschnitt verläuft durch das Gailsbachtal. Der offizielle Weg wirkt hier teilweise etwas unlogisch und führt über einen Forstweg oberhalb der Ortschaft. Alternativ bietet sich die Strecke durch die Rheingoldstraße an, die mit historischen Gebäuden punktet und unnötige Höhenmeter vermeidet.
Anschließend geht es weiter durch die Weinhänge bergauf, bis man oberhalb der Burg Fürstenberg steht. Von hier aus eröffnet sich ein weiterer schöner Blick auf das Rheintal.
Der Charakter der Etappe ändert sich nun deutlich: Statt dichter Wälder führt der Weg über eine weitläufige, eher flache Hochebene mit Feldern und Wiesen. Orte wie Winzberg und Medenscheid liegen dabei meist etwas abseits der Strecke.
Kurz vor Medenscheid erreicht man einen weiteren Aussichtspunkt bei einer Grillhütte mit Blick auf das Rheintal und Bacharach. Wenige Meter weiter befindet sich ein Weinautomat – ein kleines Highlight und eine willkommene Erfrischung auf dieser Etappe.
Nach Medenscheid verläuft der Weg etwas verschlungen und führt in einem größeren Bogen um Neurath herum. Schließlich beginnt der Abstieg nach Bacharach.
Zum Abschluss erreicht man die Burg Stahleck, die heute als Jugendherberge genutzt wird. Es lohnt sich, den Weg bis hinter die Burg fortzusetzen, anstatt frühzeitig zum Bahnhof abzusteigen. Von dort gelangt man zur St. Peter Kirche und kann anschließend die historische Altstadt von Bacharach erkunden, wo diese Etappe endet.

Tipps
- Beste Jahreszeit: Frühling bis Herbst
- Wenig Wasserquellen auf dem Abschnitt
- Wenig Wetterschutzhütten
- Am Weinautomaten unbedingt vorbeischauen
Ausrüstung
Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:
- Wanderschuhe: Meindl Bernina 2 Wanderstiefel
- Rucksack: Deuter Aircontact 70+10
- Schlafen: Sea to Summit Spark Down Schlafsack und Therm-a-Rest NeoAir Xlite
- Wasserversorgung: Katadyn Hiker Pro, Nalgene Faltflasche
- Kochen: BRS Kocher und Gaskartuschen
- Wanderstöcke: Leki Makalu
- Stromversorgung: Powerbank
Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier
Impressionen






Meine Einschätzung zur Etappe
Die Etappe zwischen Bacharach und Trechtingshausen ist deutlich anstrengender, als sie auf den ersten Blick wirkt. Es geht ständig hoch und runter, teilweise auch ziemlich steil. Einen wirklich langen ruhigen Laufabschnitt gibt es kaum, weil immer wieder neue Auf- und Abstiege folgen. Gerade gegen Ende des Rheinburgenwegs merkt man hier langsam, dass sich die letzten Höhenmeter noch einmal sammeln.
Ein echtes Highlight war für mich der Grillplatz bei Medenscheid. Der Platz eignet sich perfekt für eine längere Pause und bietet eine richtig gute Aussicht ins Rheintal. Dazu kommt der Weinautomat in der Nähe, was auf dem Rheinburgenweg definitiv einer der ungewöhnlicheren Stopps ist. Solche Plätze bleiben am Ende eher im Kopf als viele der normalen Wegabschnitte.
Ansonsten merkt man der Strecke langsam an, dass sich der Rheinburgenweg dem Ende nähert. Große neue Highlights kommen nicht mehr ständig dazu, dafür läuft sich die Etappe insgesamt trotzdem solide. Problematisch ist allerdings erneut die Wasserversorgung, denn unterwegs gibt es keine einzige 💧 Wasserquelle oder einen Brunnen.
👍 Stärken:
- Schöne Aussicht rund um Medenscheid
- Grillplatz als sehr guter Pausenplatz
- Weinautomat als ungewöhnlicher Trail-Spot
- Abwechslungsreiche Streckenführung
👎 Schwächen:
- Viele steile Auf- und Abstiege
- Teilweise recht anstrengend
- Keine 💧 Wasserquellen oder Brunnen
- Weniger große Highlights gegen Ende des Weges
Fazit
Diese Etappe gehört zu den klassischen Abschnitten des Rheinburgenweg mit vielen Ausblicken und typischem Mittelrhein-Charakter. Burgen, Weinberge und immer wieder Panorama sorgen für Abwechslung und genau das Gefühl, das man auf dieser Strecke sucht. Gleichzeitig sollte man die Anstiege nicht unterschätzen – die Etappe ist konditionell fordernder, als sie auf den ersten Blick wirkt. Kleine Schwächen gibt es höchstens bei stark frequentierten Aussichtspunkten. Insgesamt eine sehr lohnenswerte Etappe für alle, die den Rheinburgenweg in seiner schönsten Form erleben wollen.
Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte
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