Posted On 26. April 2026

Rheinburgenweg Etappe 10 – Wanderung von Sankt Goar nach Oberwesel

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Die 10. Etappe (Süd-Nord-Variante Etappe 4) des Rheinburgenweg führt von St. Goar nach Oberwesel und hat es trotz ihrer überschaubaren Länge in sich. Direkt zu Beginn bieten sich beeindruckende Ausblicke auf die Loreley, während sich die Strecke zunächst durch offenere Landschaften mit Feldern und ruhigen Passagen zieht. Gegen Ende wartet mit dem Oelsbergsteig ein anspruchsvoller Abschnitt, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Eine kurze, aber intensive Etappe mit klaren Highlights.

Hinweis: Diese Etappe wurde in Süd–Nord-Richtung gelaufen. Die Beschreibung folgt daher dieser Laufrichtung.

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Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick

Fakten zur Wanderung

  • Strecke: 9 km
  • Dauer: 4 Stunden
  • Höhenmeter: 250 m
  • Schwierigkeit: Schwer
  • Start: Oberwesel
  • Ziel: Sankt Goar

Strecke & Verlauf

Der Start erfolgt in Oberwesel zunächst unspektakulär entlang einer Hauptstraße, die jedoch schnell in den Oelsbergsteig übergeht. Dieser Abschnitt ist das prägende Element der Tour: schmale Pfade, steile Hänge und mehrere Kletterpassagen verlangen Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Besonders bei Nässe ist dieser Steig kritisch und sollte gemieden werden, da Rutsch- und Absturzgefahr deutlich erhöht sind.

Nach dem kräftezehrenden Aufstieg öffnet sich die Landschaft und der Weg führt über weite, offene Felder weiter. Der Kontrast zum vorherigen Abschnitt ist deutlich spürbar und sorgt für eine kurze Erholungsphase. Mit dem Maria Ruh Blick folgt eines der großen Highlights der Etappe: ein beeindruckendes Panorama auf den Loreleyfelsen und das Rheintal. Wer möchte, kann hier in der nahegelegenen Gaststätte einkehren und die Aussicht in Ruhe genießen.

Oelsbergsteig Oberwesel
Auf dem Oelsbergsteig Oberwesel ist neben Trittsicherheit auch Schwindelfreiheit nötig

Im Anschluss geht es steil bergab in einen schattigen Wald. Nach der Überquerung des Galgenbachs folgt direkt der nächste, kurze, aber fordernde Anstieg. Oben angekommen bietet die ruhig gelegene Seelenbachhütte eine gute Gelegenheit für eine Pause abseits der belebteren Aussichtspunkte.

Der Weg führt weiter zur Aussichtsplattform oberhalb von St. Goar, wo sich erneut weite Blicke ins Rheintal eröffnen. Von hier beginnt der finale Abstieg: Eine lange Treppenpassage zieht sich hinunter ins Tal und passiert dabei den kleinen, versteckt gelegenen Wunschwasser-Wasserfall. Zum Abschluss verläuft die Route hinter dem Bahnhof von St. Goar und endet schließlich am Rheinufer.

Tipps

  • Beste Jahreszeit: Frühling bis Sommer
  • Kein Klettersteigset benötigt
  • Feste Schuhe und SchwindelfreiheitPflicht!
  • Klettersteig nicht bei Regen angehen

Ausrüstung

Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:

Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier

Impressionen

Meine Einschätzung zur Etappe

Die Etappe startet direkt ordentlich anstrengend. Schon in Sankt Goar geht es erst einmal gefühlt endlos über Treppen nach oben, bevor der eigentliche Anstieg auf dem Wanderweg beginnt. Gerade mit vollem Rucksack merkt man schnell, dass das keine gemütliche Einlaufrunde ist. Hat man die Höhenmeter aber erst einmal hinter sich gebracht, wird die Strecke deutlich angenehmer und abwechslungsreicher.

Positiv fand ich die vielen 🛖 Schutzhütten entlang der Etappe. Insgesamt gibt es gleich fünf Stück, wodurch man immer wieder gute Möglichkeiten für Pausen hat. Besonders die Seelenbachhütte fand ich stark, weil sie etwas versteckt neben dem Weg liegt und dadurch deutlich ruhiger ist als viele andere Plätze entlang des Rheinburgenwegs. Für längere Pausen oder eine entspannte Rast ist das einer der besseren Spots auf dieser Etappe.

Praktisch ist außerdem der 💧 Brunnen an Maria Ruh direkt am Loreleyblick. Gerade bei warmem Wetter ist das eine wichtige Wasserstelle. Das Café dort kann ich ebenfalls empfehlen, wenn man unterwegs eine richtige Pause einlegen möchte. Der Oelsbergsteig bringt zum Schluss noch etwas Abwechslung rein. Technisch ist das eher ein einfacher Klettersteig und auch ohne Klettersteigset gut machbar, solange man trittsicher ist. Wer darauf keine Lust hat, kann den Abschnitt aber problemlos umgehen, weil die Alternative gut ausgeschildert ist.

👍 Stärken:

  • Viele 🛖 Schutzhütten entlang der Strecke
  • Ruhige Seelenbachhütte für längere Pausen
  • 💧 Brunnen an Maria Ruh
  • Empfehlenswertes Café am Loreleyblick
  • Abwechslungsreicher Oelsbergsteig
  • Gute Umgehung des Klettersteigs vorhanden

👎 Schwächen:

  • Sehr anstrengender Aufstieg direkt zu Beginn
  • Viele Höhenmeter schon auf den ersten Kilometern
  • Oelsbergsteig nicht für jeden angenehm

Fazit

Diese Etappe ist kurz, aber fordernd und richtet sich klar an geübte Wanderer. Der Oelsbergsteig macht sie zu einem echten Highlight, ist aber gleichzeitig der kritischste Abschnitt der Tour. Die Kombination aus anspruchsvollen Passagen, weiten Ausblicken und ruhigen Naturabschnitten sorgt für viel Abwechslung auf engem Raum. Schwächen liegen vor allem in der Wetterabhängigkeit und den teilweise harten Auf- und Abstiegen. Wer trittsicher ist und eine kompakte, aber intensive Etappe sucht, bekommt hier eine der spannendsten Strecken des RheinBurgenWegs.

Weitere Wanderberichte findest du in der Kategorie Wanderberichte

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→ Etappe 11: Oberwesel nach Bacharach

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