Posted On 26. April 2026

Rheinburgenweg Etappe 07 – Wanderung von Koblenz nach Rhens

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Diese Etappe des RheinBurgenWegs führt von Koblenz weiter Richtung Rhens und verbindet urbane Abschnitte mit späteren Waldpassagen im Mittelrheintal. Der Start ist geprägt von Stadt, Infrastruktur und wenig Ruhe, bevor es wieder deutlich naturnaher wird. Highlights sind rar, dafür wechseln sich monotone Wege mit einzelnen Aussichtspunkten ab. Eine durchwachsene Etappe mit Licht und Schatten.

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Hier findest du die Strecke der Etappe im Überblick

Fakten zur Wanderung

  • Strecke: 21 km
  • Dauer: 7 Stunden
  • Höhenmeter: 546 m
  • Schwierigkeit: Schwer
  • Start: Koblenz
  • Ziel: Rhens

Ich habe die Etappe auch im Video festgehalten – hier bekommst du einen guten Eindruck von Strecke und Landschaft:

Strecke & Verlauf

Der Einstieg erfolgt über die Moselbrücke. Direkt danach zeigt sich der urbane Charakter der Strecke: funktionale Wegführung, wenig Umwege, aber auch wenig Atmosphäre. Im Bereich der Kleingartenanlagen sollte man bewusst vom ausgeschilderten Weg abweichen und stattdessen den parallel verlaufenden Burgweg nutzen. Der offizielle Pfad wird hier extrem schmal und ist kaum komfortabel begehbar.

Anschließend führt die Route stetig bergauf, vorbei an Wohnanlagen und hinein in den Koblenzer Stadtwald. Trotz Waldlage bleibt es belebt, mit vielen Parkplätzen und entsprechendem Besucheraufkommen. Aussichtspunkte sind selten und teilweise zugewachsen, sodass der Mehrwert gering ist. Zusätzliche Schwierigkeiten entstehen durch temporäre Wegsperrungen, die improvisierte Umwege erforderlich machen können.

Hunsrückhöhenstraße
Die Hunsrückhöhenstraße ist vorsichtig zu queren

Ein kritischer Punkt ist die Querung der stark befahrenen Hunsrückhöhenstraße. Ohne Ampel oder Querungshilfe erfordert dieser Abschnitt volle Aufmerksamkeit und gutes Timing.

Nahe dem Forsthaus Kühkopf wird wieder der offizielle Weg erreicht. Der Pfad verläuft zunächst parallel zu einer Straße durch den Wald, bevor am Rittersturz ein historisch bedeutender Punkt erreicht wird. Die Aussicht bleibt jedoch enttäuschend, da sie vollständig zugewachsen ist.

Erst danach zeigt sich wieder der eigentliche Charakter des RheinBurgenWegs. Der Weg führt tiefer in den Wald des Mittelrheintals, wird ruhiger und deutlich angenehmer. Nach rund zwei Kilometern wird die Dommelberghütte erreicht, die einen gelungenen Aussichtspunkt mit Blick auf Lahnstein und Koblenz bietet.

Im weiteren Verlauf führt die Strecke über die Weidgenhöhe und vorbei an mehreren Schutzhütten. Der Weg bleibt überwiegend ein breiter Forstweg und zieht sich stellenweise ohne größere Highlights. Die Passage bis nach Rhens verläuft ruhig, aber auch eher monoton.

Kurz vor dem Ziel erfordert die Strecke nochmals Aufmerksamkeit, da der Untergrund stellenweise uneben ist. Schließlich wird Rhens erreicht, wo die Etappe endet.

Tipps

  • Beste Jahreszeit: Ganzjährig
  • Stadtwald stark frequentiert
  • Rittersturz ohne Aussicht
  • Lange Forstwege einplanen

Ausrüstung

Für diese Wanderung habe ich folgende Ausrüstung genutzt:

Eine Übersicht meiner kompletten Ausrüstung findest du hier

Impressionen

Meine Einschätzung zur Etappe

Die Etappe startet direkt ziemlich unangenehm. Der lange Aufstieg aus Koblenz heraus zieht sich ordentlich und führt zunächst fast nur durch Wohngebiete. Auch danach wird es erst einmal nicht wirklich besser, weil man bis zum Rittersturz größtenteils durch einen eher urban wirkenden Stadtwald läuft. Dazu kommen viele Spaziergänger und generell deutlich mehr Betrieb als auf den ruhigeren Abschnitten des Rheinburgenwegs. Die beiden 🛖 Schutzhütten direkt an den Wanderparkplätzen wirken dadurch eher wie normale Pausenplätze für Tagesgäste als wie klassische Fernwanderer-Unterstände.

Das Rittersturz-Denkmal selbst fand ich ehrlich gesagt eher enttäuschend. Gerade mit dem geschichtlichen Hintergrund hätte ich dort deutlich mehr erwartet. Ab dem Rittersturz wird die Etappe aber spürbar besser. Der Weg wirkt endlich wieder mehr wie der richtige Rheinburgenweg und bietet mehrere schöne Aussichtspunkte über das Mittelrheintal. Außerdem sieht man hier seit Andernach endlich wieder mittelalterliche Burgen, was der Strecke direkt mehr Charakter gibt.

Positiv ist auch die hohe Anzahl an 🛖 Schutzhütten ab dem Rittersturz. Vier liegen direkt am Weg und weitere drei befinden sich in unmittelbarer Nähe. Weniger gut sieht es dagegen bei der Wasserversorgung aus, denn auf der gesamten Etappe gibt es keine einzige 💧 Wasserquelle oder einen Brunnen.

👍 Stärken:

  • Ab Rittersturz deutlich schönerer Streckenverlauf
  • Mehrere Aussichtspunkte ins Mittelrheintal
  • Erste mittelalterliche Burg seit Andernach
  • Viele 🛖 Schutzhütten im zweiten Teil der Etappe

👎 Schwächen:

  • Sehr anstrengender Aufstieg direkt zu Beginn
  • 🏘️ Langer urbaner Abschnitt durch Koblenz und Stadtwald
  • Viele Spaziergänger rund um Koblenz
  • Rittersturz-Denkmal eher enttäuschend
  • Keine 💧 Wasserquellen oder Brunnen unterwegs

Fazit

Diese Etappe ist insgesamt durchwachsen und schwankt stark im Erlebniswert. Der urbane Beginn und monotone Waldabschnitte bremsen den Gesamteindruck spürbar. Positiv stechen die ruhigeren Passagen im Mittelrheintal und einzelne Aussichtspunkte hervor. Die Strecke erfordert Aufmerksamkeit, vor allem an Straßenquerungen und bei der Orientierung. Geeignet ist sie vor allem für Wanderer, die die Route komplett gehen wollen und auch weniger spektakuläre Abschnitte in Kauf nehmen.

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